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Weshalb Voice of Germany erfolgreich ist

 

Es gibt eine einfache Theorie, weshalb die RTL Castingshow Voice of Germany so erfolgreich ist. Diese enthält nicht die ganze Wahrheit über den Erfolg von The Voice of Germany, stellt aber einen der wichtigsten Aspekte da.

Die Identifizierung mit den Künstlern

Die einfache Theorie ist, dass sich Zuschauer mit den teilnehmenden Sängern und Künstlern identifizieren können. Sie können sich diese als Vorbilder wählen. Durch das sicherlich große Talent, das viele dieser Menschen im gesanglichen Bereich zur Schau stellen, werden sie als Vorbild wahrgenommen. Dazu trägt auch bei, dass sie vom Publikum gefeiert und bejubelt werden, was nochmals ihren Erfolg signalisiert. Aufgrund eines persönlichen Musikgeschmacks oder anderer Vorlieben sucht man sich nun einen Künstler aus, den man unterstützt und den man als Vorbild wahrnimmt.

Was trägt dies zum Erfolg von The Voice of Germany bei?

Für die Teilnehmer hängt viel davon ab, welche Platzierung sie erreichen. Oft ihre gesamte folgende Karriere. Und in jeder Runde kann es für jeden Teilnehmer der Castingshow zu Ende sein, denn in jeder Runde werden einzelne Teilnehme ausgesiebt, später von den Zuschauern selbst. So kann man mit seinem eigenen Star mitfiebern und ihn durch seine Anrufe auch persönlich unterstützen. Dies sorgt auch für die hohen Verkäufe an den, bis auf das Finale, Coversongs der Künstler. Diese kann man durch den Kauf unterstützen, was den Veranstaltern viel Geld bringt.
Nach der Theorie garantiert diese Identifikation mit den Teilnehmern, dass viele Menschen auch über die gesamte Staffel hinweg zuschauen und das Voice of Germany erfolgreich ist. In Wirklichkeit wird es wohl auch noch an vielen anderen Dingen liegen, beispielsweise am oft großem stimmlichen Talent der Sänger und der oft guten Show, die während der Sendung gezeigt wird.

Unser Star aus Oslo

Oslo – Mit einer guten Show, und einer soliden Performance gewinnt Lena Meyer Landruth den Grand Prix. Erstmals nach 28 Jahren gelingt es einem deutschen Künstler, oder einer deutschen Künstlerin, diese Veranstaltung wieder nach Deutschland zu holen. Nach der Sängerin „Nicole“, mit ihrem Song „Ein bisschen Frieden“, der unangefochten ein Hit war, haben es viele für Deutschland versucht. Ernstzunehmende Künstler, gecoacht von Ralf Siegel, verrückte Teilnehmer wie Guildo Horn, aber auch Castingkandidaten, aus der Sendung TV-Total.

Vor einigen Jahren machte es sich der ehrgeizige Metzger aus Köln, Stefan Raab, mit seiner Sendung TV-Total zur Aufgabe den Grand Prix zu gewinnen. Er hatte sich damit eine Aufgabe gesetzt, die groß war, vielleicht ein Stückchen zu groß. Auch Raabs Kandidaten, allesamt gute Künstler, keine Frage, scheiterten Reihenweise, oder konnten gar nicht Teilnehmen, weil sie bereits im Vorentscheid rausgeflogen waren. Aber Stefan Raab wäre nicht Stefan Raab, wenn er aufgeben würde. Dank seiner enormen hartnäckigkeit, und seinem fast schon perversen Siegeswillen, den er in seinen „Schlag den Raab“ Sendungen gerne zur Schau stellt, hat er es geschafft eine Künstlerin zu finden, die den Traum wahr machen konnte.

Lena Meyer Landruth, seit kurzem nur noch Lena, wurde bereits seit Tagen als Favouritin gehandelt. So richtig glauben konnte aber niemand daran. Zu schlecht waren die Ergebnisse der letzten Jahre, trotz guter Songs, und ernstzunehmender Künstler.

Der Kometenhafte Aufstieg machte Lena schon in den letzten Wochen schwer zu schaffen, war sie doch vor wenigen Monaten noch vollkommen unbekannt, und erst durch Stefan Raab bekannt geworden. Während sie in Deutschland schnell Erfolge verbuchen konnte, und ihr Lied im Radio rauf und runter gespielt wurde, war Lena selbst schon gut gestresst durch die vielen Auftrtte die sie verbuchen konnte. Schnell war sie zu Deutschlands Liebling geworden. Als es dann bereits nach wenigen Abstimmungen beim Grand Prix hieß :“… and inally our Twelve Points go to Germany“ war die Sensation perfekt. Seit Jahren hatten wir diesen Satz nicht mehr gehört. Anfangs war es noch ein nervenzerreißender Kampf zwischen Deutschland, der Türkei und Belgien. Mit jedem einzelnen Punkt für Deutschland wurde der Jubel auf den Rängen größer. Doch als Lena, für Deutschland führte, und diese Führung nicht nur halten konnte, sondern nach der 20.ten Abstimmung quasi fest stand das sie gewonnen hatte, wurde es ruhig. Dieses Ereignis, und dieser Sieg, der eine Absolute Sensation darstellt war so unglaublich das er wie eine Betäubung wirkte. Lena war fertig, und konnte es selbst kaum glauben.

Ja kleine Lena, du musstest ich nicht ausziehen, und nicht mit bunten Federn schmücken, um zu gewinnen. Es war einfach eine gute Show, die zum Sieg geführt hat. „… this is so crazy …“ sagte sie selbst noch während der Zugabe, und es ist auch ein bisschen verrückt. Nach 28 Jahren hat es Deutschland geschafft endlich mal wieder zu gewinnen. Lena Meyer Landruth steht mit Sicherheit eine große Karriere bevor, die mit diesem Kometenhaften Aufstieg gerade erst begonnen hat.